Leinen

Leinen (auch Flachs) ist die Faser, die aus Leins gewonnen wird. In der Leinenindustrie wird auch das daraus gefertigte Gewebe als solches bezeichnet. Fast vollständig ersetzt wurde Leinen im 19. Jahrhundert durch Baumwolle. Allerdings gewinnt es seit dem Ende des 20. Jahrhunderts erneut an Bedeutung – jetzt allerdings als ökologische Naturfaser. Gewonnen wird die Faser aus dem Stengelbast des Lein. Eigenschaften von Leinen sind eine sehr große Festigkeit, geringe Elastizität, der leichte Glanz und die Glätte. Des Weiteren ist Sommerbekleidung aus Leinen beliebt, weil Leinen eine geringe Wärmehaltung hat. Beim Tragen entstehen Falten. Sie betonen einen lässigen und eleganten Charakter. Gegenüber Schmutz und Bakterien ist Leinen wenig anfällig, weil die Faser von Natur aus fast antistatisch, bakteriozid und schmutzabweisend gilt.
Als Nachteil von Leinen gilt seine Anfälligkeit gegenüber Reibung. Im Vergleich zu Baumwolle ist Leinen nicht so scheuerfest. Daher empfiehlt es sich Kleidung aus Leinen im Schongang zu waschen. Gegenüber Waschmittel, Waschlaugen, Kochwäsche, chemischer Reinigung und hohen Temperaturen beim Bügeln ist Leinen aber unempfindlich. Im Wäschetrockner sollte Leinen nicht getrocknet werden, weil es trockene Hitze nicht ab kann. Zum Bügeln empfielt es sich Leinenstoffe daher etwas feucht zu belassen.
Mehr zum Thema Nählexikon
- Fachbegriffe rund ums Nähen von A bis ZAbnäher, Fadenlauf oder Kappnaht: Im Nählexikon findest du wichtige Fachbegriffe rund ums Nähen und die Nähmaschine kurz und einfach erklärt.
- BlindstichWie nähe ich den Blindstich? Im Glossar finden Sie eine Videoanleitung für den Blindsaum - so geht's mit der Nähmaschine!
- JerseyJersey ist ein Nähstoff. Er ist atmungsaktiv, saugfähig und weich zugleich. Welche Arten es gibt und wie das Nähen von…
GeradstichDer Geradstich ist der gängige Stich, den jede Nähmaschine beherrscht. Er wird auch als Steppstich bezeichnet und erledigt die meisten…
Kommentar schreiben